FSME Frühsommer Meningo Enzephalitis meist durch Zecken übertragen.

FSME durch Zecke

Verursacher, der Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME Virus duch Zecke übertragen!

FSME - Frühsommer Meningoenzephalitis

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis - FSME ist eine durch das FSME Virus ausgelöste Erkrankung, die mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten mit einer Meningoenzephalitis, der Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, verläuft.
Bei dem Großteil der Patienten treten bei einer Infektion jedoch keine Krankheitszeichen auf. Übertragen wird die Krankheit durch den Stich einer infizierten Zecke in Risikogebieten, hauptsächlich durch Ixodes ricinus, dem gemeinen Holzbock.
Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich. Neben allgemeinen Schutzmaßnahmen wie dem Absuchen des Körpers nach einem Waldbesuch kommt die aktive Impfung als vorbeugende Maßnahme in Frage. Sie wird, national etwas unterschiedlich, für alle Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten, empfohlen. Der direkte und indirekte Nachweis des FSME-Erregers ist meldepflichtig.


FSME Impfung

Übertragung der FSME Der Verursacher, der Frühsommer-Meningoenzephalitis ist das FSME Virus, ein humanpathogenes Virus aus der Familie der Flaviviridae. Dieses Virus ist ein behülltes Einzelstrang RNA Virus, von dem derzeit drei Subtypen (Western, Siberian, Far Eastern Subtype) bekannt sind.
 
Zecke Der in Europa vorkommende Western Subtype des FSME Virus wird durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen. Die wichtigsten Krankheitsüberträger in Mitteleuropa sind die Arten der Gattung Ixodes mit der häufigsten einheimischen Art, dem Gemeinen Holzbock sowie Ixodes persulcatus.

Risikogebiete und Impfung Eine reguläre FSME- mpfung empfiehlt die Ständige Impfkommission nur für die Landkreise der vom Robert Koch-Instituts herausgegebenen FSME Karte. Das RKI kritisiert Karten anderer Urheber mit mehr eingefärbten Kreisen.

In der Schweiz finden sich Risikogebiete in den nördlichen Landesteilen, am häufigsten im Kanton Zürich, gefolgt von Thurgau, St. Gallen, Aargau, Bern und Zug.

Österreich gilt als ein Kernland der FSME Virusverbreitung in Europa. Das gesamte Bundesgebiet ist Zecken Endemiegebiet, wobei sich die FSME in den Alpen auf die größeren Täler beschränkt. Die meisten Erkrankungen gab es 2005 in der Steiermark, Oberösterreich und Tirol, jedoch gab es in allen Bundesländern FSMEFälle. Die Hochrisikogebiete befinden sich entlang der Donau in Wien, in der Wachau, im Gebiet von St. Pölten sowie zwischen Passau und Linz. Auch große Teile des Burgenlandes, Kärntens und der Steiermark sowie das Tiroler Inntal sind Gebiete mit hohem Risiko, dazwischen finden sich weitere Risikogebiete. Als Besonderheit erkranken in Österreich trotz der weiten Verbreitung verhältnismäßig wenig Personen an FSME, was an der hohen Impfrate von rund 90 % liegt.

Der FSME Impfstoff enthält für eine aktive Immunisierung inaktivierte, nicht vermehrungsfähige FSME Viren sowie als Hilfsmittel Aluminiumhydroxid, das die Wirksamkeit des Impfstoffs verstärkt. Der Impfstoff wird intramuskulär gespritzt. Es gibt mehrere Impfstoffhersteller, die unterschiedliche Dosierungen ihrer Produkte für Erwachsene und Kinder anbieten. Der Impfstoff gegen FSME ist sehr effektiv. Basierend auf Angaben zur Durchimpfung und zur Häufigkeit von Erkrankungen bei geimpften Personen wurde bei einer Untersuchung in Österreich die Wirksamkeit nach dreimaliger Gabe auf 96–99 % geschätzt. Das Erkrankungsrisiko wird von etwa 1:18.000 bei Nicht-Geimpften auf 1:840.000 reduziert. In Österreich erkrankten von 1995 bis 2004 insgesamt nur zwei Geimpfte mit eindeutigen Erkrankungszeichen